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Donnerstag, 16. April 2026

[Rezension] Die Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel und Schlange

Titel: Die Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel und Schlange
Originaltitel: The Ballad of Songbirds and Snakes
Autor: Suzanne Collins
Genre: Dystopie
Verlag: Oetinger
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten: 608
Preis: 26€ Print, 12,99€ E-Book
Bewertung: 4,5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
"Wie wurde Snow zum kaltblütigen Präsidenten?
Ehrgeiz treibt ihn an. Rivalität beflügelt ihn. Aber Macht hat ihren Preis.
Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden. Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen - tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben - um jeden Preis. 
Quelle Cover und Klappentext: Oetinger Verlag

Meinung:
Bevor ich das Buch Panem x gelesen habe, habe ich tatsächlich erst den Film geschaut und bin sehr neugierig auf Snows Geschichte geworden. Die schauspielerische Leistung fand ich im Film schon durchaus gelungen und auch das Buch konnte mich vollends überzeugenn. Das Buch hat zwar an einigen Stellen andere Szenen, als wie es letztendlich im Film dargestellt worden ist, aber ich finde das mindert die Buchverfilimung kein bisschen. Allgemein finde ich die Verfilmungen zu Panem äußerst gelungen.

Aber zurück zum Buch. Die Handlung fand ich durchweg spannend, es ist zwar deutlich weniger brutaler beschrieben als die Hauptreihe, aber man erkennt doch auch die Grausamkeit innerhalb des Systems. Die Hunger Spiele sind von Grundauf eine sehr makabre, grauenhafte Idee, die stätig weiter entwickelt wird. Damit kommen wir auch gleich zu dem erschreckend, faszinierenden Punkt. So wie die Hungerspiele sich in diesem Band entwickeln, so begleitet man auch Coriolanus Snow auf eine spannender Charakterentwicklung. Obwohl er durch seine Gefühle zu Lucy Gray einige gute Ansichten vertritt und versucht die Spiele für sie zum guten zu wenden, muss er auch gleiuchzeitig die abgründe der Menschheit mit ansehen und wird in gewisserweise selbst zum Spielball des Systems. In meiner INterpretation des Buches, sehe ich Snow auch als Marionette des Systems, der absichtlich in die Machenschaften riengezogen wird und so gelenkt wird, dass er nahezu schon fast keine andere Wahl hat, sich entsprechend zu dem Charakter zu enwtzickeln, der er bis zum Ende des Buches geworden ist und wie man ihn am Ende auch aus den Hungerspielen rundum Katniss erkennt. 
Es ist erschreckend mit anzusehen, wie er selbst gesteuert und beeinflusst wird. Wie sehr das ganze System alle unter Kontrolle hat. Am Ende ist es doch eine Gesellschaft, die gemeinsam die Grausamkeit durchweg trägt. Einerseits in Form der Hungerspiele, wo sich 24 Tribute gegenseitig töten und andererseits, die grausamen Menschen, die andere so sehr beeinflussen und auf die dunkle Seite ziehen. Quasi die Marionettenspieler, die ihre Marionetten führen. Insbesondere muss ich da an Dr. Gaul denken, die nicht nur mit ihren abartigen Experimenten, neue Mutationen bei Tieren und Menschen erschafft, sondern auch Coriolanus bewusst in eine bestimmte Richtung lenkt. Es gab ein Zitat nach einer Situation, die sie inzeniert hat, die mich das ganze erschreckend bewusst werden lassen haben:

//"Ohne die tödliche Gefahr wäre es ja keine Lektion gewesen", sagte Dr. Gaul. "Was ist denn in der Arena pasiiert? Das ist der Mensch, aufs Wesentliche reduziert. Die Trubute, aber auch Sie. Wie flüchtig Zivilisation doch ist. All ihre guten Manieren, Erziehung, familiäre Hintergrund, alles, worauf Sie stolz sind - im Bruchteil einer Sekunde fortgewischt, und übrig bleibt nur, was Sie eigentlich sind...."//

Fazit:

Was ich besonders an den Panem Bücher immer wieder fazinierend finde, sind die moralischen Dilema, die einem auch extrem zum nachdenken anregen. Man kreidet schnell einer einzelenen Person einer Schuld an, aber wenn man genauer hinschaut, ist es auch oft ein System, was sich durch wenige Marionettenspieler leiten lässt und dadruch ein grauhaftes System unterstützt, was absolut Menschen verachtend ist, in jediglicher Hinsicht. Gleichzeitig finde ich persönlich die Panem Bücher auch ganz schön gesellschaftkrtisch. Wenn auch die Dystopie nicht nie Realität ist, spiegelt es doch auch eine ganze Menge Realität wieder. Zumindes was viele Verhaltensweisen eines Systems, einer Gesellschaft angeht. 
Unabhängig was man von der Geschichte der Panem Reihe hält, würde ich jedem die Bücher empfehlen, einfach weil hier viele gesellschaftliche Punkte addressiert werde, zwar auf sehr kontroverse Art, die aber sehr zum nachdenken anregen. 

Andere Meinungen
Bookedout 5/5🌸

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