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Montag, 2. März 2026

[Messespecial] Selfpublisher & Kleinverlage vs. Großverlage - Können Geschichten aus dem SP-/Kleinverlagsbereich überhaupt mit halten?

Hallö'chen zusammen,
direkt zum Einstieg in die Thematik gleich Mal mit einer Frage, die sicherlich viel Diskussionsgrundlage bietet:

Selfpublisher & Kleinverlage vs. Großverlage - Können Geschichten aus dem SP-/Kleinverlagsbereich überhaupt mit halten?

Ich gehe auf die Frage Mal ganz subjektiv ein:
Die Geschichten an sich können auf jeden Fall mit denen aus dem Großverlagen mithalten. Und dafür gibt es viele verschiedene Begründungen. 

Zunächst einmal auf's Debütwerk runtergebrochen. Autor/innen egal, wo sie veröffentlichen fangen alle Mal klein an. Jedes Debütbuch wird seine Kritiken bekommen. Der Vorteil beim Debüt bei einem Großverlag ist oft einfach die Werbemittel. Je nachdem, wer das Buch veröffentlich, bekommt bei seinem Buch gerne auch mal etwas mehr Werbefläche. Auch das ist nicht auf alle Autor/innen im Großverlagsbereich zutreffend, viele müssen auch dort sich selbst um ihre Werbung kümmern. Aber die meisten Bücher sind immerhin im Verlagsprogramm mit aufgelistet. Im Selfpublishing ist man damit komplett auf sich alleine gestellt und braucht natürlich erstmal eine Reichweite, die bei den Großverlagen doch meist schon vorhanden ist.
Noch ein paar Worte zum Lektorat, weil's hier besonders beim Selfpublishing oft eine Menge Gerüchte gibt. Vor allem die Behauptung, das kein Lektorat bei Selfpublisher Bücher dahinter steckt, hält sich hartnäckig. Jeder Autor/innen sollte sich zuvor mit einem Lektorat und co. beschäftigt haben und die meisten Bücher aus dem Selfpublisherbereich sind auch lektoriert. Natürlich gibt es immer auch Fälle, die es nicht machen, aber so what das trifft nicht auf alle zu und daher hat ein Debütroman egal wo er erscheint, die gleichen Anfangsschwächen. Ein Debütroman in einem Großverlag macht einem nicht automatisch zu einen/r besseren Geschichtenerzähler/in. Jedes Handwerk muss erstmal gelernt und ausprobiert werden und das übt man logischerweise am besten, indem man mehr Geschichten schreibt.

Inhaltliche Unterschiede sind eigentlich kaum da. Im Selfpublisher und Kleinverlagsbereich gibt es genauso eine bunte Vielfalt, wie beim bekannteren Buchmarkt. Ich finde sogar, dass man vor allem im Selfpublishing viel mehr Diversität und Vielfalt an Geschichten hat. Natürlich gehen auch Autor/innen im Selfpublishing mit den Trends mit, aber oft trauen sie sich in ihren Geschichten auch gerne Mal mehr und vor allem unabhängig von Trends. So habe ich schon lange bevor im Großverlag queere Geschichten erschienen sind, im Selfpublishing davon eine Menge lesen können. 

Ich persönlich finde, dass Bücher aus dem Selfpublishing und Kleinverlag auf jeden Fall mit den großen mithalten können. Besonders die Vielfalt macht es so spannend. Großverlage gehen eher mit Trends mit als die anderen beiden. Natürlich werden dort auch Geschichten nach einem Trend entsprechend veröffentlicht. Ist auch für den Selfpublishing und Kleinverlagsbereich äußerst attraktiv, wenn dadurch die Verkaufszahlen und damit auch die Bekanntheit in die Höhe gehen. Jedoch erscheinen dort auch gerne Geschichten fernab von Trends und das macht es so besonders. Ich persönlich lese einfach gerne immer Mal wieder, wo ich so gerade Lust drauf habe und da werde ich bei den Selfpublishern oft fündiger als bei den Großen. Zum Beispiel gibt es mittlerweile eine Menge Fantasybücher mit Drachen als Themen, mit den unterschiedlichsten Settings. A lá Fourth Wing, aber auch mal mehr Romantasy oder aber auch mal mehr High Fantasy. Und das liebe ich persönlich einfach am Selfpublishing, dass man zu einem bestimmten Thema unterschiedliche Variationen hat und oft einfach nach Stimmung lesen kann. Mein persönliches Highlight sind auch "Die Totenbändiger", die so ein bisschen was von Ghost Busters haben, aber auch doch wieder anders sind. Ich habe bisher nur sehr wenig Bücher bei Großverlagen gesehen, die das Thema Geisterjäger haben.

Und wie mit allem, man muss als Leser auch sehr viel ausprobieren. Ich habe mittlerweile eine Handvoll Selfpublisher Autor/innen von denen ich einfach jedes Buch gerne lese, unabhängig vom Genre und der Story. Bei anderen kommt es auf's Genre an und viele entdecke ich noch spontan neu für mich. Aber auch da habe ich auch schon Bücher gelesen, die mich natürlich auch nicht begeistern konnten. Das ist aber auch bei den Großverlagen der Fall. Ich finde Kleinverlage und Selfpublishing sind eine sehr schöne Ergänzung zum Mainstream. Wer fernab von Trends lesen möchte, wird sicherlich bei Kleinverlagen und Selfpublisherautor/innen fündig. Ich kann's nur empfehlen, da viele meiner Lieblingsgeschichten auch aus dem Selfpublishing stammen und es tatsächlich für mich eine Überraschung war, wie gut die Geschichten mich begeistert konnten.

Wie steht ihr zum Selfpublishing? Habt ihr schon Bücher außerhalb der Großverlagsbubble gelesen? Wie waren eure Erfahrungen?




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