Titel: Liminal Creatures
Autor: Iva Moor
Genre: Fantasy, Urban Fantasy,
Verlag: Ohneohren Verlag
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 532
Preis: 17,49€ Paperback, 4,99€ E-Book
Bewertung: 3,5 von 5 Kirschblüten 🌸
Zusammenfassung:
Der Limbus ist ein Ort voller Wunder. Dort klammern sich die Psychai – todgeweihte Dämonen – an das Leben, an Begehren, Liebe, Wut, Genuss und Kreativität. Doch der Untergang schwebt stets wie ein Schatten über ihnen – bis eine Melodie der Hoffnung durch den Limbus schwingt. Musiker Evan steckt in einer Schaffenskrise. Doch als er geheimnisvolle Noten spielt, bieten ihm plötzlich übernatürliche Wesen eine Lösung all seiner Probleme – Cubi, Amore, Grazien, Furien und Musen buhlen um seine Gunst. Aber die Psychai verfolgen ganz eigene Ziele: Wer den Wettstreit um Evan gewinnt, besiegt das Schicksal – oder verliert alles.. Quelle Cover und Klappentext: Ohneohren Verlag
Meinung:
Bei Liminal Creatuers hat mich vor allem der Schreibstil der Autorin sehr überzeugt. Ich mag den Stil sehr
und es lässt sich unglaublich gut lesen und einen in die Story
abtauchen. Entsprechend bin ich auch sehr zügig durch das Buch gekommen. Besonders finde ich hier den Mix aus Urban Fantasy und Musik. Ich konnte mir das mit der
Musik als Thema erst gar nicht so Richtung vorstellen, wie das
funktionieren soll, aber die Autorin hat da eine sehr gute Lösung
gefunden. Die Protas haben sehr viel mit Musik zu tun, sei es über
musikalische Gruppen, über Discotheken oder einfach sehr bekannte Songs,
die immer Mal wieder erwähnt werden und für einen Ohrwurm sorgen.
Was ich ebenfalls als sehr gelungen empfand war, dass vor jedem Kapitel die triggernden Elemente, die vorkommen, erwähnt worden sind. Fand ich persönlich sogar besser, als wenn sie am Ende des Buches stehen, da man so ggf. entscheiden kann ein Kapitel zu überspringen. Das kam in meinem Fall nicht vor, aber ich könnte mir vorstellen, dass es manchen Leser/innen das doch etwas vereinfachen würde oder man zumindest etwas besser darauf vorbereitet ist, wann der entsprechende triggernde Inhalt vorkommt. Der ein oder andere wird das eventuell als zu spoilernd empfinden, aber den Eindruck hatte ich persönlich beim Lesen nicht.
Das Buch wird mit Urban Fantasy meets Musik umworben und da kommt auch mein Hauptkritikpunkt. Denn für meinen Geschmack ist die Fantasy hier nicht präsent genug. In meinen Augen ist sie quasi sogar austauschbar und kein tragendes Element der Story. Das fand ich sehr schade, da das Setting auch eine gute Grundlage für Fantasy bietet. Marketing technisch würde ich persönlich das dann doch etwas anders aufziehen, da Fantasy Leser sonst eher enttäuscht sind. Wie in meinem Fall. Das Buch hat dennoch eine Grundsolide Story mit einigen tollen Plots, aber meine Erwartung an dem Fantasy Setting waren doch sehr hoch. Es kommen unter anderem Sukkuben und Inkuben hier vor, die auch die Drahtzieher zum Teil sind, aber die werden der Erwartung an dem Urban Fantasy versprechen für meinen Geschmack nicht gerecht. Was auch daran liegt, dass die beiden Kreaturen dafür bekannt sind den Fokus auf körperliche Intimität zu lenken und damit stand an vielen Stellen der spice im Vordergrund.
Dennoch mochte ich die Handlung sehr gerne lesen und fand es auch durchweg spannend. Für
mich persönlich ist es auch noch sehr schön zu Lesen, dass die Handlung
in meiner Geburtsstadt, Essen, stattfand. Insbesondere viel in
Rüttenscheid. Dadurch, konnte ich mir die Kulisse dort sehr gut vorstellen
und es passt auch unglaublich gut als Setting. Zudem fand ich auch äußerst gelungen, dass hier auch queerness seinen Platz findet und auch besonders thematisiert ist.
Fazit
Definitiv ein Buch, was ich sehr empfehlen kann. Allein der Schreibstil der Autorin macht das Buch zu etwas besonderem. Vor allem, wie sie es schafft Musik in einer eigentlich tonlosen Geschichte zum Leben zu erwecken, sodass man selbst die Melodien ständig im Kopf hatte. Mein Hauptkritikpunkt ist zwar die für mich nicht so präsente Fantasy, aber das ist Jammern auf hohem Niveau und Ursache durch falsches Marketing. Ich bin auf jeden Fall neugierig auf weitere Bücher der Autorin und werde beim nächsten Mal ganz ohne Erwartungen an eines ihrer Werke ran gehen. Man kann aber auf jeden Fall behaupten, dass das Buch fernab vom Mainstream ist und das allein schon eine absolute Empfehlung ist!


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