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Dienstag, 16. Januar 2024

[Rezension] Der Zauber des Winters

Titel: Der Zauber des Winters
Autor: Hrsg. Nadine Skonetzki
Genre: Anthologie, Fantasy, Roman, Weihnachten, Winter
Verlag: Zeilengold Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 168
Preis: nur noch gebraucht zu kaufen
Bewertung: 2,5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Winterliche Zeilen voller Magie
Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen. 
Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.
Quelle Cover und Klappentext: Amazon

Donnerstag, 23. Juli 2020

[Buchreview] Als das Leben mich aufgab

Titel: Als das Leben mich aufgab
Autor:Ney Sceatcher
Genre: Roman
Verlag: Zeilengold Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten 220
Preis:  8,99€ Taschenbuch
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe... Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai. Ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat. Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.
Quelle Cover und Klappentext: Amazon

Meinung:
Bisher kannte ich von Ney Sceather nur Fantasybücher, aber den Roman von ihr wollte ich auch unbedingt lesen.

Cover und Schreibstil:
Ich liebe den Schreibstil von Ney. Sie kann so bildlich und fesselnd schreiben. Zudem kommt noch, dass sie in diesem Werk unglaublich viele wunderschöne Zitate eingebaut hat.
Eines meiner Lieblingszitate ist dieser:
"Du kannst nur glücklich werden, wenn du aufhörst, an das Unglück zu denken."

Auch das Cover finde ich für den Inhalt des Buches sehr passend. An sich gefällt es mir aber auch so ganz gut.

Inhalt:
Obwohl es eine eher ruhigere Geschichte ist, beinhaltet sie so viele Weisheiten und auch Wahrheiten. Jede einzelne Lektion in diesem Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Manchmal war es nur das Zitat zu Beginn des Kapitels und manchmal waren es die Erkenntnisse die Mai innerhalb des Kapitels erlangt hat. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön und vor allem auch sehr rührend.

Charakter:
Hauptsächlich begleiten wir Mai in diesem Buch. Sie ist verstorben und muss erneut auf die Erde zurück, weil sowohl sie selbst als auch die Verbliebenden noch nicht mit der Situation abgeschlossen haben. Dazu soll sie Briefe an die entsprechenden Personen verteilen. So wie Mai wissen auch wir nicht wie es zu ihrem Tod kam. Zudem kann sie sich an nichts erinnern. Jedoch begleiten wir sie auf eine kleine mentale Reise. Denn während sie die Briefe verteilt lernt sie eine Menge über das Leben. Dadurch, dass Mai komplett unvoreingenommen ist, ist der Weg zum Ende hin umso spannender.

Nebenbei trifft Mai auf Naoma, die so einige Probleme in ihrem Leben hat. Allerdings wird sie dank Mai zu einem sehr starken Charakter, obwohl sie zu Beginn noch sehr verloren wirkt.

Fazit:
Ein Buch, was mich in den ersten 49 Seiten schon so viel über eine Geschichte nachdenken lassen hat, kann eigentlich nur großartig werden. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Geschichte meine aktuelle Denkweise auf das Leben doch stark beeinflussen wird. Ich würde sogar behaupten, dass es eines der emotionalsten Bücher ist, die ich bisher gelesen habe und das ganz ohne Trauer zu empfinden. Mit diesem Werk habe ich eine Menge gelernt und insgesamt fand ich diese Geschichte einfach nur wunderschön.

Montag, 26. August 2019

[Buchreview] Kreona, die Welt in der ich mich verlor

Titel: Kreona, die Welt in der ich mich verlor
Autor:  Ney Sceatcher
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2019
Verlag: Zeilengold Verlag
Seiten: 384
Preis: 3,99€ E-Book, 12,99€ broschiert
Reihe: Kreona
Band 1: Kreona, die Welt in der ich mich verlor
Band 2: Kreona - Die Welt in der ich mich wieder fand
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Eine Stadt aus Gold und Silber
Eine Stadt, in der Wünsche wahr werden
Eine Stadt der Toten …
Die Welt der jungen Diebin Sayen droht im Chaos zu versinken und ein Krieg steht unmittelbar bevor, denn jede Stadt kämpft um die Vorherrschaft. Einzig das Buch der Zukunft kann dies verhindern, doch es darf nicht in die falschen Hände fallen. Ausgerechnet Sayen soll den fünf Hinweisen nachgehen, die auf der ganzen Welt verteilt sind, und das Geheimnis, um das jahrhundertealte Versteck lüften. Schon bald gerät sie allerdings ins Visier der tyrannischen Regierung, die alle Städte unterdrückt. Eine gnadenlose Jagd auf Sayen und ihre Unterstützer beginnt und eins steht fest: Für das Buch, das die Zukunft zeigt, schrecken die wahren Herrscher der Städte vor nichts zurück.
Quelle Cover und Klappentext. Zeilengold Verlag

Meinung:
Anfang des Jahres hab ich mein erstes Buch von der Autorin gelesen und ich war so begeistert von dem Schreibstil und der Geschichte, sodass ich mir ihr neues Werk direkt vorbestellt habe. Und ich kann jetzt schon verraten, dass es eine gute Idee war.

Cover und Schreibstil:
Obwohl das Cover eher schlicht gehalten ist, gibt es so viele Details darauf zu erkennen und ich finde es unglaublich schön. Jedes Mal wenn ich mir das Cover anschaue entdecke ich irgendwas neues. Ganz besonders toll finde ich den Bezug zum Inhalt. So ist zum Beispiel eine Frau mit Maske abgebildet, was den Bezug zur Stadt der Masken darstellt.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir sehr angetan. Ich finde, dass sie sehr fesselnd und bildlich schreibt. Besonders bei diesem Buch hatte ich oftmals das Gefühl ich wäre mitten drin, da ich mir die Städte einfach so gut vorstellen konnte.
Deswegen verging die Zeit beim Lesen auch wie im Flug.

Inhalt:
Von Anfang bis Ende, war ich von der Welt, die hier geschaffen wurde begeistert. Gefühlt löste die Geschichte alle möglichen Emotionen in mir aus. Ich war so fasziniert von den einzelnen Städten, die allesamt auf ihre Weise etwas besonderes waren und jede einzelne ihr eigenes Geheimnis hatte. Ich war so gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, was die einzelnen Städte zu bieten und verbergen hatten. Hinzu kommen die verstrickten Ereignisse, die immer mal wieder auftauchten. Rund um war die Geschichte einfach mitreißend.
Außerdem hielt es noch eine überraschende und schockierende Wendung bereit, die für mich noch mal das I-Tüpelchen oder die bekannte Kirsche auf der Sahne war.

Charaktere:
Direkt zu Beginn startet wir in der Stadt des Wassers mit der Protagonistin Sayen, die Prinzessin der Diebe. In ihrer Stadt kämpft sie jeden Tag erneut um's Überleben, da sie nicht viele Besitztümer hat und das Leben in ihrer Heimat nicht all zu einfach ist. Als sie von einem Buch erfährt, was ihre Situation und die vieler anderer ändern könnte, nimmt sie sich vor dieses zu finden und macht sich auf die Reise.
Und genau das ist es was ich an ihr so mag. Sie ist voller Tatendrang und sehr überzeugt davon, dass sie etwas verändern könnte. Ich mag ihre Einstellung, besonders ihre Abenteuerlust einfach sehr.
An sich lernt man von allen Charakteren Sayen auch am meisten kennen, da man die Geschichte hauptsächlich aus ihrer Perspektive erzählt bekommt.

Ein weitere Charakter, der oft auftaucht ist Silver. Ihn lernt man zusammen mit Sayen auch zu Beginn der Geschichte kennen, da er der Kapitän des Schiffes ist, mit denen sie die Städte erkunden. Allerdings ist es mit Silver zwischendurch etwas komplizierter, da Sayen und er sich doch manchmal ganz gerne Streiten Aber im Verlauf der Geschichte wurden die Beiden zu einem richtig guten Team. Silver an sich ist ein eher geheimnisvoller, mysteriöser Typ. Zwischendurch konnte man zwar einen Hauch von seinem Charakter erahnen, aber insgesamt bleibt der doch ein kleines Rätsel. Und ich weiß nicht genau warum, aber ich mochte ihn von Anfang an, obwohl er anfangs sehr distanziert war und erst nach und nach etwas von sich Preis gegeben hat.

Fazit
Kreona ist eine atemberaubende Geschichte, die einen auf ein spannendes Abenteuer mitnimmt. Ganz besonders punktet das Buch mit seiner Vielfältigkeit. Allein die Städte sind allesamt so unterschiedlich und faszinierend, aber auch die beiden Protagonisten und einige Hauptcharektere sind so toll. Das Buch gehört defintiv zu meinen Jahreshighlights und ich kann die Fortsetzung kaum abwarten.

Mittwoch, 24. April 2019

[Buchreview] Die Tränenkönigin

Titel: Die Tränenkönigin
Autor: Jay Lahinch
Genre:Fantasy
Verlag:  Zeilengold
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten:240
Preis: 12,99€ Taschenbuch, 3,99€ E-Book
Reihe: Ja
Band 1: Die Tränenkönigin
Band 2:?
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Kirschblüten🌸

Zusammenfassung:
„Und auch wenn ich der Trauer nachgeben möchte, ist es die Seele meines Bruders, die ich retten muss.“
Manchmal ist der Tod nicht nur das Ende eines geliebten Herzens, sondern besiegelt zugleich dein Schicksal. Das muss Nava schmerzlich erkennen, als ihr Zwillingsbruder nach dem Tod ihrer Eltern verstummt. Eine Flucht aus Marenna scheint ihr einziger Ausweg und nur der fremde Jayden ist bereit, sie auf dieser Reise ins Ungewisse zu begleiten. Erst ein unglaubliches Angebot der Tränenkönigin gibt ihrem Weg eine Richtung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Tränen, die nicht nur das Schicksal ihres Bruders, sondern das einer ganzen Welt für immer verändern könnten.
„Ich liebe den Regen, denn er macht deine Tränen unsichtbar.“
Quelle Cover und Klappentext: Zeilengold Verlag

Meinung:
Das Buch konnte ich mir als Mängelexemplar ergattern und ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso. Als es bei mir eingetrudelt ist, sah es nämlich wie neu aus. Aber gut für mich so konnte ich ein kleines bisschen Geld sparen :)

Cover und Schreibstil:
Also das Cover ist wirklich wundeschön und auch der Schreibstil gefällt mir sehr. Besonders die Zitate als Überschrift von jedem Kapitel fand ich sehr schön. Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Nava erzählt. Auch die Beschreibungen von den Orten ganz besonders von der Insel fand ich sehr schön. Die Autorin hat einen sehr bildlichen Schreibstil und einiges konnte ich mir so gut vorstellen, dass ich dachte ich wäre mitten drin.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich kam auch recht zügig durch.

Inhalt:
Die Geschichte ist sehr traurig und melancholisch. Direkt am Anfang werden Nava's Schicksalschläge offenbart, die sich auch nicht positiv verändern. Sie soll Jemanden heiraten, den sie gar nicht heiraten will und wo auch von der Familie es eigentlich nicht gewünscht wird, dass es zu einer Vermählung kommt.
Allgemein ist die Frau in dieser Geschichte nicht viel wert bzw. hat eigentlich keine eigenen Rechte. Die Männer in dieser Erzählung dürfen Anspruch erheben und entsprechend darf die Frau kein Wiederspruch einlegen, insofern nur ein Mann auf sie einen Anspruch erhoben hat.

An sich finde ich das Bild der Frau grauenhaft. Ich bin froh, dass wir mittlerweile in einer Zeit leben, wo die meisten nicht mehr unterdrückt werden und selbst entscheiden können. Dennoch fand ich die Geschichte interessant, da man gerade bei Nava gesehen hat, dass sie damit absolut nicht einverstanden ist und um ihre Freiheit kämpft.

Charaktere:
Ich hab zwar sehr lange gebraucht um mit Nava warm zu werden, aber zum Ende hin mochte ich sie dann doch sehr. Während sie am Anfang sehr stark auf die Rettung ihres Bruders fixiert war, hat sich im Laufe der Geschichte ihre Sichtweise doch ein bisschen verändert. Ihr Bruder war zwar immer noch Mittelpunkt ihrer Welt, aber auch Jayden hat einen kleinen Platz darin ergattern können. Ganz besonders toll fand ich ihr Auftreten gegenüber Tyler, den Mann den sie eigentlich heiraten sollte. Am Ende steht sie ihn so selbstbewusst gegenüber und lässt sich nicht von ihm einschüchtern. Obwohl er es einmal kurz schafft sie zweifeln zu lassen, fängt sie sich wieder.

Aus Jayden bin ich lange nicht schlau geworden. Ich fand ihn eigentlich toll, weil er Nava so ohne weiteres hilft. Dennoch habe ich die ganze Zeit den Hacken an der Sache gesucht. Aber außer, dass er Nava etwas über seine Herkunft verheimlicht hatte, gab es an ihm sonst nichts auszusetzen. Ich fand sein Geheimnis jetzt nicht mal so dramatisch. Klar hätte ich es an Navas Stelle auch lieber von Anfang an gewusst, weil man sonst schon ein bisschen denken könnte, dass er sie auf eine falsche Fährte locken möchte, aber andererseits war Jayden sonst die ganze Zeit immer sehr offen.

Fazit:
Obwohl die Geschichte sehr melancholisch ist, hat sie mir doch recht gut gefallen. Leider hatte ich ein paar Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte, aber dafür hat sie sich noch überraschend gut entwickelt. Besonders die bildlichen Beschreibungen der Insel und der Magie fand ich sehr gelungen. Auch zum Ende hin gab es einen kleinen Schockmoment. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung.

Sonntag, 21. April 2019

[Buchreview] Das Spiel des dunklen Prinzen

Titel: Das Spiel des dunklen Prinzen
Autor:  Ney Sceatcher
Genre: Fantasy, Märchen
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Zeilengold Verlag
Seiten 300
Preis: 12,99 Taschenbuch, 3,99€ E-Book
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Willkommen beim Albtraumschach.
Kannst du deine schlimmsten Ängste besiegen? Nein? Dann fürchte um dein Leben.

Als Taija durch einen Spiegel in eine schneebedeckte Welt stürzt, hält sie das für einen bösen Traum. Schon bald stellt sich heraus, dass jenes Märchen, von dem ihre Tante immer erzählt hat, nicht nur ein Mythos ist. Das Mädchen befindet sich mitten in der seltsamen Welt der weißen Königin und des dunklen Prinzen, in der sich alles um ein grausames Spiel dreht. Nur, wer das Albtraumschach gewinnt, darf zurück in seine eigene Welt. Wer scheitert, verliert sich in seinem Albtraum – für immer!
Quelle Cover und Klappentext: Zeilengold Verlag

Meinung:
Ich bin ja ein kleiner Märchen-Fan und nach diesem Klappentext war ich einfach so neugierig auf den Inhalt.

Cover und Schreibstil:
Sowohl das Cover als auch die Innengestaltung finde ich sehr schön. Neben diesem wunderschönen Cover, gibt es innerhalb der Geschichte mehrere Illustrationen passend zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an überzeugen. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und dadurch, dass das Buch sich flüssig lesen ließ, kam ich auch recht zügig in der Geschichte voran. Ganz besonders toll finde ich die Erzählweisen, die innerhalb der Geschichte eingebaut sind. Zu jedem Ende eines Kapitels gibt es einen kleinen Ausschnitt, der Geschichte, die einem klassischen Märchen entspricht. Auch am Ende wir die gesamte Geschichte nochmals in Märchenform wieder gegeben. Gerade das finde ich besonders gelungen an diesem Werk.

Inhalt:
So genau möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen, da man viel zu schnell zu viel verraten kann. Der Klappntext fasst das Wichtigste zusammen und weckt die Neugierde, die innerhalb der Geschichte auch bestehen bleibt.
Bis das eigentliche Spiel los geht, vergehen eine ganze Menge Seiten im Buch. Allerdings fand ich die Geschichte bis zum Spiel überhaupt nicht langatmig. Ganz im Gegenteil ich empfand gerade den Part als notwendig, um das gesamte Szenario verstehen zu können. Denn wieso es das Albtraumschach gibt hat eine Menge Gründe und dazu müssen auch einige Charaktere erstmal genauer belichtet werden.

Charaktere:
Die Protagonistin Taija nimmt kein Blatt vor dem Mund und genau deswegen mochte ich sie direkt. Ich finde sie heizt die Geschichte dadurch immer weiter an, weil die den dunklen Prinzen immer mehr aus der Reserve lockt.

Der dunkle Prinz ist ein Rätsel für sich. Erst sehr spät habe ich sein Wesen verstanden. Wahrscheinlich auch nur dadurch, dass man seine Geschichte erzählt bekommt und man mehr Mitgefühl mit ihm hat. Dennoch finde ich es gut, dass er so ein rätselhafter Charakter ist, da ich immer nach kleinen Infos gesucht habe, um meine Neugierde zu stillen und seinem Wesen mehr auf den Grund zu gehen.

Auch Tarif und Besart sind für mich sehr rätselhafte Charaktere und beiden konnte ich bis zum Ende nicht wirklich einschätzen. An beiden gab es einige positive, aber auch negative Eigenschaften. Dasselbe gilt auch für den Hutmache. Aus ihm bin ich am allerwenigsten schlau geworden. Aber der Gute hat auch nicht so viele Szenen, wie alle anderen Charaktere. Und sind wir mal ehrlich selbst in der originalen Alice im Wunderland Geschichte ist der Hutmacher das größte Mysterium.

Rasha war mit einer meine Lieblinge. SIe tat mir einerseits leid, weil sie in der Märchenwelt gefangen ist und von Tag zu Tag immer mehr von ihrem Leben vergisst. Ihren eigentlich Namen wusste sie schon beim ersten Treffen mit Taija nicht mehr. Umso schöner fand ich wie Taija und Rasha zusammen gearbeitet haben, um einen Weg nach Hause zu finden. Ich glaube man kann sagen, dass sich zwischen den beiden eine kleine Freundschaft entwickelt hat.

Zu guter Letzt das Böse und zwar die weiße Königin. Wobei ich ehrlich gesagt sagen muss, nachdem man auch ihre Geschichte vollständig kannte, fand ich sie gar nicht mehr so Böse. Irgendwie konnte ich nachvollziehen, was sie dazu bewegt hat zusammen mit dem dunklen Prinzen immer wieder Albtraumschach zu spielen. Und irgendwie habe ich sogar ein bisschen Mitleid mit ihr.

Fazit: 
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Es wurde von Seite zu Seite immer fesselnder und ich war überrascht in wie weit die Charaktere miteinander verstrickt sind. Die Autorin konnte mich sogar auf die falsche Fährte führen, da ich mit einem ganz anderen Verräter gerechnet hatte.

Dienstag, 18. Dezember 2018

[Buchreview] Winterhof - Hörst du den Ruf des Schnees?

Titel: Winterhof - Hörst du den Ruf des Schnees?
Autor: Sameena Jehanzeb
Genre: Fantasy, Märchen
Verlag: Zeilengold Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 160
Preis: 2,99€ E-Book, 10,90€ Taschenbuch
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
»Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.«
Von klein auf liebt Kora den Schnee und den Winter. Seine eisige Umarmung gibt ihrem kranken Herzen das Gefühl, im richtigen Takt zu schlagen. Je älter Kora wird, desto weniger Schnee gibt es in ihrem Leben. Die Welt wird wärmer, die Umweltkatastrophen verheerender und schon bald muss Kora den Winter suchen. Schließlich findet sie ihn in einem kleinen Dorf, in dem der Legende nach die Schneekönigin wohnt. Als sie tatsächlich auf diese trifft, stellt die Königin des Winters sie vor eine Entscheidung, bei der Kora nur verlieren kann – ganz gleich, welche Wahl sie trifft.
Quelle Cover und Klappentext: Zeilengold Verlag

Meinung:
Das Buch liegt seit der FBM in meinem Regal und ich wollte es schon so oft anfangen, hatte aber dann doch nicht so sehr die Lust auf ein winterliches Märchen. Dafür hat es mich jetzt sehr angesprochen und ich hab es auch direkt weg gesuchtet. Bei 160 Seiten geht das natürlich auch etwas schneller.

Cover und Schreibstil:
Obwohl das Cover sehr schlicht ist, finde ich es wunderschön. Auf dem Cover erkennt man die Silhouette einer Frau mit einer weißen Krone. Daraus schließe ich, dass es die Silhouette der Schneekönigin ist, die innerhalb der Geschichte vorkommt. Und da es auch in einem Dorf spielt, wo sehr lange der Winter herrscht, finde ich die Farbe Blau für das Cover auch sehr passend. Zumindest verbinde ich mit dem Winter Blau und Weiß. Auch die Innengestaltung des Buches ist sehr schön. Neben den gestalteten Seiten findet man auch einige Illustrationen zur Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Zudem kam ich flüssig durch das Buch hindurch. Ganz besonders hat mir der Anfang des Buches gefallen, da der Prolog wie der Anfang eines Märchens geschrieben ist. Bisher kannte ich diese Art von Einleitung nur aus bekannten Märchen, weshalb es mir aber auch so gut gefallen hat.

Inhalt: 
Das fiktive Dorf Snjórley ist bekannt dafür, dass der Winter dort sehr lange herrscht. Dadurch ist es zu einer Touristenattraktion geworden. Auch Kora hat dieses Dorf in ihrer Kindheit besucht und möchte dieses wunderschöne Erlebnis auch mit ihrer Familie teilen. Dort angekommen fängt für sie aber das Drama an. Sie wird von Albträumen heimgesucht und auch von einigen Dorfbewohnen, ganz besonders von der Schneekönigin selbst, wird sie vor die Wahl gestellt.
Mir hat der Aufbau der Geschichte so gut gefallen. Zunächst wird man in die Geschichte eingeführt und man bekommt einige Eindrücke des Winterdorfes vermittelt. Die Umgebung hat eine sehr schöne Atmosphäre und man fühlt sich irgendwie ein bisschen heimisch. Als Kora dann das erste Mal der Schneekönigin begegnet, fängt die Geschichte an sich zu Wandeln. Während zuvor noch alles schön friedlich war, fängt es jetzt an deutlich düsterer und dramatischer zu werden. Dieser Spannungsaufbau bleibt bis zum Ende der Geschichte bestehen.


Charaktere:
Hauptsächlich geht es in der Geschichte um Kora, weshalb ich mich auch nur auf sie und die Schneekönigin beziehen werde. Die anderen Charaktere werden auch nur sehr oberflächlich beschrieben. Normalerweise würde ich das kritisieren, aber da es sich um ein Märchen handelt und sie Seitenzahl schon sehr gering ist, ist es in diesem Fall in Ordnung. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es der Geschichte dadurch an Tiefe oder Informationen fehlen würde.
Kora ist trotz ihres Herzleidens eine sehr starke Persönlichkeit und auch ein sehr fröhlicher Mensch. Zudem liebt sie ihre Familie über alles und möchte so lange sie kann mit ihnen schöne Erinnerungen schaffen. Doch besonders am Ende muss sie eine sehr schwere Entscheidung treffen. Zuvor war ihre Meinung dazu sehr eindeutig, aber unter den gegebenen Umständen, hätte ich mich wahrscheinlich genauso entschieden wie sie.
Die Schneekönigin kam mir sehr reserviert vor. Obwohl sie Runa offen ihre Gefühle zeigt, hatte ich trotzdem immer das Gefühl, dass sie ansonsten sehr kalt und starr wirkt. Auch was ihre Absichten angeht hat sie zwar einiges offenbart, aber auch vieles für sich behalten.

Fazit:
Ein sehr düsteres, melancholisches Märchen, was aber gerade deswegen etwas ganz besonderes ist. Der Spannungaufbau entsteht schnell und wird bis zum Ende gehalten. Ich selbst hatte die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl, da man zusammen mit Kora darauf gewartet hat, was nun passiert. Von dem Ende war ich dann sehr überrascht. Ich hatte mir zwar doch noch eine andere Lösung erhofft, aber dennoch finde ich es genau so wie es ist einfach genial.