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Mittwoch, 23. Juni 2021

[Buchreview] Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Titel: Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Genre:  Fantasy, Romantik, Märchen
Verlag:  Impress
Erscheinungsjahr: 2014
Seiten: 233
Preis: 7,99€ Taschenbuch, 2,99€ E-Book
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten
Band 1: Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne - Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte - Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten
Spin-Offs
Band 5: Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten
Band 6: Göttersohn - Der Nachfahre der Jahreszeiten
Bewertung: 4,5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?
Quelle Cover und Klappentext: Impress

Meinung:
Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder vor meinem Bücherregal stand und die Jahreszeiten Reihe angehimmelt habe, musste ich sie einfach endlich mal rereaden.

Cover und Schreibstil:
Das Cover ist für mich ja ein absoluter Traum. Dadurch, dass ich Kirschblüten sehr gerne mag, bin ich da sehr voreingenommen. Aber ich finde auch den Kontrast mit dem Mädchen, welches sehr die Protagonistin Maya darstellt, einfach schön.

Die Autorin hat einen sehr schönen und vor allem bildhaften Schreibstil. Gerade bei der Jahreszeiten Reihe kommt bei mir auch immer ein starkes Märhen-Feeling auf.
 
Inhalt:
Ich bin nur so durch die Geschichte geflogen. Sie war einfach märchenhaft schön. Ich hätte nicht gedacht, dass man die Jahreszeiten so lebhaft darstellen kann. Ich finde auch, dass auch die Charaktere sehr typische Eigenschaften für ihre Jahreszeit haben. Wenn man denn den Jahreszeiten eine Eigenschaft zu ordnen mag. So ist Sol für den Sommer sehr hitzig und flatterhaft und Nevis im Kontrast dazu sehr distanziert und kühl. Halt typisch Winter. Neben dem hat mir allgemein die Konstellation der Charaktere gefallen. Der besorgte Herbst Jesin, der sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sein kleiner Bruder Nevis auch seine große Liebe findet. Mit Aviv und Sol konnte ich im ersten Band nie wirklich etwas anfangen. Aber die beiden bekommen ihre eigenen Geschichten und ich weiß, dass sie großartig sind. 

Charaktere:
Ich liebe die vier Jahreszeiten. Ganz besonders angetan hat es mir ja Jesin. Er hat eine ganz besonders liebliche Art an sich. Hinzu kommt, dass ich den Herbst als Jahreszeit sowieso sehr gerne mag. Um Jesin geht es in diesem Band aber nicht, sondern eher um Nevis. Auch ihn mag ich als Charakter sehr. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Last auf ihn liegt. Als Winter hat er einer sehr wichtige Aufgabe in dieser Welt. Auch wenn er an manchen Stellen sehr mürrisch und distanziert wirkt, hat er doch ein großes Herz. Nevis habe ich daher schon wegen kleinen Gesten schnell in mein Herz geschlossen. Aber auch die weibliche Protagonistin Maya gefällt mir gut. Ich fand es besonders schön, dass sie als erstes Nevis gesehen hat und von Anfang an eine besondere Anziehungskraft zwischen ihnen spürte. Genauso schön fand ich, dass sie sich nicht von den anderen Jahreszeiten bezirzen lässt, sondern allen 4 eine faire Chance gibt.

Fazit:
Immer noch eine wunderschöne Geschichte, die ich immer wieder lesen könnte. Ich finde sogar, dass die Reihe was sehr märchenhaftes an sich hat. 

Sonntag, 26. April 2020

[Buchreview] Das Lied der Sonne

Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt von netgalley
Titel: Das Lied der Sonne
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy, Romantasy
Verlag: Carlsen, Impress
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten: 402
Preis: 14€ Taschenbuch, pro E-Book: 4,99€
Bewertung: 3 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
**Verbotene Liebe am Hof des Königs**
Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen…
Quelle Cover und Klappentext: Carlsen

Meinung:
Jennifer Wolf gehört zu einen meiner Lieblingsautorinnen, weshalb ich ihr neustes Werk auch unbedingt sofort lesen musste.


Cover und Schreibstil:
An sich finde ich das Cover nicht schlecht, aber ich hab immer noch nicht den Bezug zur Geschichte dazu gefunden.  Ich weiß nicht genau, ob nicht die Blume eventuell eine bestimmte Bedeutung haben könnte.
Wie immer hat mich die Art und Weise wie Jennifer Wolf schreibt gefesselt. Ich finde sie kann unglaublich gut neue, teilweise märchenhafte Welten aufbauen. Auch hier hat mir die Gestaltung der Welt mit den einzelnen Königreichen bzw. Völkern sehr gefallen.

Inhalt: 
Mit der Geschichte an sich bin ich dafür nicht 100%ig glücklich mit. Einerseits fand ich sie total spannend und auch sehr schön, weil oftmals Laneas Traditionen aus ihrem Volk immer wieder aufgegriffen wurde und andererseits konnte es mich auch teilweise nicht packen. Einiges war zu einfach, zu offensichtlich gelöst oder ging insgesamt zu schnell vorbei. Besonders zum Ende hin gab es die ein oder andere Szene, die mir einfach zu einfach gelöst wurde und dadurch teilweise zu langweilig wurde. Auch zwischendrin gab es immer Mal wieder kleine langatmige Stellen.

Charaktere:
Die haben mich dafür allesamt überzeugt. Lanea und ihre Familie fand ich allein durch ihre Traditionen und den Zusammenhalt, den sie dadurch haben total goldig. Lanea selbst hatte zwischenzeitlich für mich einen minimalen Nervfaktor, aber im großen und ganzen mochte ich sie dann doch recht gerne.

Aaren dagegen fand ich insgesamt sehr interessant. Er musste von Anfang an eine große Last mit sich tragen und nachdem er dann auch noch zum König gekrönt wurde, ging das erstmal richtig für ihn los. Ich hab auch ehrlich gesagt bei ihm mit einem anderen Werdegang gerechnet, da hat der Klappentext und einige Handlungsszüge von ihm mich doch kurz auf die falsche Fährte geführt. Dennoch bin ich von ihm als Charakter auch positiv überrascht.

Besonders an's Herz gewaschen ist mir Anabelle und zwar aus verschiedenen Gründen. Einmal, weil sie trotz den Umständen, eine sehr fröhliche und sympathische Persönlichkeit hat. Zum anderen fand ich es total toll, dass sie für ihre Liebe alles mögliche versucht. Dabei gerät sie zwar zwischendurch in Konflikten mit sich selbst, weil sie eigentlich andere Pflichten hat, aber dennoch fand ich es faszinierend, dass sie das doch irgendwie geschafft hat. Hier ist auch anzumerken, dass sie dabei um die Liebe zu ihrer Zofe Cara kämpft.
An sich finde ich das ja total toll, dass immer mal wieder bei Jennifer Wolfs Geschichten über gleichgeschlechtige Liebesbeziehungen auftauchen. Auch wenn für mich persönlich das nicht in Frage kommt, sollte es dennoch genauso normal sein wie ein hetero Liebesgeschichte. Ich finde es sowieso albern, dass Menschen sich für alles mögliche verurteilen.  Umso schöner, wenn in Geschichten bestimmte Themen immer wieder aufgegriffen werden und hoffentlich irgendwann zur Normalität gehören!

Fazit:
An sich eine schöne Geschichte, bei der ich dennoch einige Punkte zu kritisieren hatte. Vielleicht lag es an der Thematik, aber leider konnte mich dieses Werk von Jennifer Wolf nicht so sehr mitreißen wie andere. Aber dennoch finde ich bewundernswert wie schön sie ihre Welten aufbauen kann.

Montag, 23. Dezember 2019

[Buchreview] Best Friend Zone


Titel: Best Friend Zone
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Roman, Liebesroman
Verlag: Self-Publisher
Erscheinungsjahr: 2019
Seiten: 268
Preis: 9,99€ Taschenbuch,  E.Book: 0,99€
Bewertung: 5 von 5 🌸

Zusammenfassung:
Für Vicky ist ihr bester Freund Alex alles, was sie zum Glücklichsein braucht. Doch während sie sich an der Uni zurechtfinden muss, wird Vicky etwas klar: Sie war so dumm, sich ausgerechnet in Alex zu verlieben. Aber sieht der in ihr nicht nur seine beste Freundin, die er wie eine Schwester liebt? Vicky überlegt, ihm ihre Gefühle zu beichten, doch dann erzählt ihr Alex von Lea. Er scheint von ihr total angetan zu sein und Lea lässt Vicky spüren, dass er ab jetzt zu ihr gehört.
Quelle Cover und Klappentext: Amazon

Meinung:
Irgendwie hab ich es erst gar nicht mitbekommen, dass von Jennifer Wolf ein neues Buch erschienen ist. Ich mochte ihre Jahreszeiten-Reihe schon so gerne und ein Einzelband von ihr kam mir da sehr gelegen. Ich muss zwar noch da ein oder andere Buch von ihr lesen, aber das nehme ich mir dann für 2020 vor. Das Werk habe ich übrigens während einer Zugfahrt gelesen, wobei lesen das falsche Wort ist, ich habe es regelrecht verschlungen. Und ich glaube das sagt schon eine Menge aus.

Cover und Schreibstil:
Kann man sagen, dass das Cover auffällig schlicht ist? Irgendwie hab ich das nämlich gerade in meinem Kopf rumwuseln. Es ist schlicht, weil es nicht überladen ist und hauptsächlich aus einem Schriftzug und einigen kleineren Details besteht. Aber es ist auch auffällig, weil das Pink schon sehr ins Auge sticht.
Ich liebe die Art und Weise wie Jennifer Wolf schreibt. Die Geschichte ist fesselnd und auch sehr amüsant geschrieben. Gleichzeitig schafft sie aber auch sehr gefühlvolle Momente, wo die Emotionen auch auf mich übergeschwappt sind.

Inhalt:
Ich möchte gar nicht viel Vorweg nehmen, aber sowohl Titel und Klappentext sagen schon viel über den Inhalt aus bzw. man kann sich denken in welche Richtung das ganze geht. Die Hauptcharakterin Vicky ist schon seit einiger Zeit in ihren besten Freund Alex verliebt. Doch diese Gefühle bewahrt sie für sich, weil sie ihre Freundschaft zueinander nicht zerstören will. Denn sie selbst ist der festen Überzeugung, dass sie in seinen Augen in der Best Friend Zone feststeckt. Bisher klappte das auch ganz gut mit dem Gefühle verstecken, doch warum auch immer fällt ihr das von Tag zu Tag immer schwerer. Dadurch, dass Vicky sich immer komischer verhält, bekommt auch Alex alles irgendwie mit und es stehen nicht so rosige Zeiten in ihrer Freundschaft an. Wieso, weshalb und welches Ausmaß das Ganze nimmt, dürft ihr selber lesen :)

Ich persönlich mochte die Problematik hier total gerne. Es ist ein Thema was sehr natürlich ist und auch so viel Spielraum lässt. Besonders toll fand ich auch, dass die beiden Mütter von Vicky und Alex auch sehr gut miteinander befreundet sind. Und zwar so gut, dass es immer wie eine große Familie wirkte. Das hat der Story irgendwie einen besonderen Charme verliehen.

Charaktere:
Mit Ausnahme einer Person mochte ich alle Charaktere so gerne. Meine kleine Hasscharakterin ist definitiv Lena. Wieso genau erfahrt ihr im Buch, aber ein paar Worte zu ihr gibt es auch von mir. Ich fand sie einfach von Anfang an total falsch. Ständig hat sie besonders Vicky und Joshi provoziert und im Querschluss immer ein auf lieben Engel gemacht. Und besonders für die Art und Weise wie sie manche Dinge ausdrückt oder ihre Provokation rüber kommen lässt, hätte ich sie sehr gerne das ein oder andere Mal erwürgen können.

Meine Lieblinge und damit die drei Hauptcharaktere sind Alex, Joschi und Vicky. Alle drei haben ihren eigenen besonderen Charme und in der Kombination fand ich sie immer großartig. Allein bei Joschi's Kommentaren hab ich mich immer weg geschmissen vor Lachen. Der Typ ist irgendwie zynisch komisch. Und ganz schön sarkastisch. Ich liebe solche Charaktere einfach.

Alex dagegen ist ein eher ruhiger, aber dafür sehr liebevoller Charakter. Auch er hat gerne mal den ein oder anderen witzigen Kommentar auf der Zunge, aber bei weitem nicht so viele wie Josch. Dafür mochte ich seine Art und Weise wie er die Umgebung und seine Mitmenschen war nimmt. Er ist so vorurteilsfrei und gibt jedem Menschen seine eigene Chance.

Mit Vicky hab ich mich zwischendurch zwar auch etwas schwer getan, aber eigentlich konnte ich mich mit ihr so gut identifizieren. Besonders in den Momenten, wo sie sich selbst runter macht, fand ich sie ein kleines bisschen nervig und gleichzeitig habe ich mich selbst in ihr wieder gesehen. Während ich selbst an anderen immer das Positive sehe, bin ich bei mir selbst immer der größte Kritiker. Bei Vicky ist das genauso.
Aber neben ihre "negativen" Eigenschaft, die wahrscheinlich jeder bei sich selbst hat, hat sie besonders viele positiver Eigenschaften. Sie ist eine sehr liebevolle, etwas quirlige Person, aber hat definitiv das Herz am richtigen Fleck Ganz besonders wenn es darauf ankommt, eilt sie zur Hilfe, aber grundsätzlich hat sie für jeden ein offenes Ohr.
Genau wie Joschi kann sie auch sehr sarkastisch werden und die Kommentare, die sie sich auch manchmal in der Kombination mit Alex um die Ohren hauen, war einfach nur genial.
Sehr beeindruckt hat mich aber ihre kleine Charakterveränderung. Während sie sich am Anfang noch für alles mögliche nieder gemacht hat, hat sie irgendwann angefangen mehr ihre Stärken zu sehen und diese für sich zu nutzen.

Fazit: 
Ich hätte so gerne eine weitere Geschichte wie diese. Es war zwar eine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber es war auch einfach großartig. Die Story hat so viele Facetten und es blieb von Anfang bis Ende total spannend. Zudem sind die Charaktere alle auf ihre Art und Weise etwas besonderes und obwohl alle ihr eigenes kleines Problempäckchen zu tragen haben, war der Zusammenhalt untereinander sehr groß.

Donnerstag, 21. Juni 2018

[Buchreview] Göttersohn - Der Nachfahre der Jahreszeiten

© Cover: Carlsen Impress
Titel: Göttersohn - Der Nachfahre der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy, Romantik, Märchen
Verlag: Carlsen/ Im.Press
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 222
Preis:  3,99 E-Book
Bewertung: 3,5 von 5 Kirschblüten

Zusammenfassung:
Einige Jahrhunderte seitdem Sol und Yannis gelebt haben sind vergangen. In Hemera ist fast noch alles beim alten. Allerdings hat sich Hemera um einen kleinen Teil vergrößert, sodass es jetzt Süd- und Nordhemera gibt. Doch durch die Erweiterung hat auch die Dunkelheit einen Weg in das friedliche Leben von Hemera gefunden. Dies durfte Mikael am eigenen Leib erfahren. Seiner Familie ist etwas schlimmes passiert, was ihn bis heute verfolgt. Die Bewohner Süd-Hemeras meiden Mikael so gut es geht oder sie starren ihn an, als wäre er etwas Abbnormales. Während Mikael sich irgendwie durch sein Leben kämpft lebt Evan in einem gut behüteten Familienkreis. Er ist einer der beliebtesten Jungs der Schule und die Mädchen würden ihn nur zu gerne mit einem anderen Jungen verkuppeln. Aber Evan möchte nicht irgendjemand, sondern nur den einen.
Als er Mikael zufällig begegnet ist es um ihn Geschehen und er versucht alles mögliche, um ihn kennen zu lernen. Doch nicht nur seine Eltern legen ihm dabei Steine in den Weg, auch die Dunkelheit, die sich langsam nähert, hindert ihn daran.

Meinung:
Insgesamt betrachtet hat mir dieser Band der Jahreszeitenreihe von allen am wenigsten gefallen. Die ganze Zeit fehlte mir irgendwie das besondere etwas. Es war zwar eine dramatische Handlung, wie in den vorherigen Bänden dabei, aber es war nicht so überraschend und auch nicht so spannend wie die anderen Teile. Dennoch war er nicht schlecht, aber dieser Teil gehört auch nicht zu meinen Favoriten. Ich finde es ist aber auch schwierig geworden mich nochmal richtig um zuhauen. "Tagwind" war mein absolutes Lieblingsbuch der Reihe und ich selbst habe dann doch einiges von Göttersohn erwartet. Dafür, dass Evan und Mikael die Wiedergeburt von Sol und Yannis sind, war ich schon ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Dennoch war es eine nette Geschichte.


Evan hat mir von allen Charakteren am meisten gefallen. Gerade am Anfang fand ich es putzig und gleichzeitig sehr bodenständig, dass er glaubt, dass die Träume über Sol ihm zeigen sollen, dass er seinen Yannis gefunden hat (Position 324) Dieses Sinnbild fand ich sehr schön.
Was mir dafür nicht so gut gefallen hat ist, dass er sehr von sich überzeugt ist und dann aber ab und an doch sehr unsicher wirkt. Evan genießt ein sehr lockeres und gutes Verhältnis zu seinen Eltern und Geschwistern. Dies ist auch ein Aspekt, den ich sehr schön finde. Besonders im Bezug auf Mikael, der im Gegensatz zu Evan eine sehr dramatische Vergangenheit hatte. Bezüglich Mikaels Vergangenheit war Evans Vater einfach nur genial und hat ihn sehr sympathisch dargestellt. Anstelle Evan zu erzählen, was mit Mikael eventuell nicht stimmt, schweigt er über dieses Thema und hilft ihm Mikael kennen zu lernen. Dafür geht er sogar soweit, dass er seiner Ehefrau davon nichts erzählt und sie quasi hintergeht, um seinen Sohn ein bisschen Freiraum zu verschaffen.

Evans Mutter hätte ich dafür gerne erdrosselt, denn sie macht Sahmuels (Evans Vater) Plan zu Nichte. Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn sie Evan das gleiche Vertrauen geschenkt hätte und auch Mikael als eigene Person ansieht und nicht einfach auf etwas schließt was vielleicht gar nicht sein wird.
Allerdings fand ich es auch gleichzeitig wieder gut, da man gerade an dieser Szene erkennt wie beeinflussbar Menschen sind. Fast jeder von uns hat irgendwie eine vorgeprägte Meinung. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

Wie gewohnt ist der Schreibstil sehr flüssig und spannend geschrieben. Er fesselt einen von der ersten Seite an und lässt einem auch erst mit beenden des Buches los. Ich bin mir fast sicher, dass Jennifer Wolf mir jede Geschichte an die Backe labbern könnte und ich würde allein wegen dem Schreibstil schon mindestens 3 Sterne geben. Den Rest erledigt dann die Handlung.

Wer die Reihe mag und auch gerne liest, dem kann ich auch den letzten Band empfehlen. Es macht sehr viel Spaß sich nochmal in die Welt von Hemera entführen zu lassen und altbekannte Charaktere erneut zu begegnen. Wenn einem aber die restlichen Bände nicht 100%ig überzeugen konnten, der wird sich auch von diesem Band nicht mit reißen lassen können.

Montag, 9. April 2018

[Buchreview] Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten

 © Cover: Carlsen Impress
Titel: Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy, Romantik, Märchen
Verlag: Carlsen Impress
Erscheinungsjahr: 2016 (auf das E-Book bezogen)
Seiten: 287
Preis:  3,99 E-Book

Zusammenfassung:
Liora ist die Tochter zweier Halbgötter. Dadurch, dass sie sehr zurückhaltend und schüchtern ist, wird sie oft von ihren Mitmenschen missverstanden. Aber auch der Neid, der anderen Mädchen auf Grund ihrer Herkunft und dem guten Verhältnis zu Niklas Tagwind tragen sehr dazu bei, dass sie Liora meiden und sie sich dadurch oft einsam fühlt. Alle glauben sie würden ein Paar sein oder es zumindest bald werden, doch hegt Liora für Niklas lediglich geschwisterliche Liebe. Ihre eigentliche Liebe gilt Jemand anderem, aber sie hält es für unmöglich, dass es sich jemals in die Richtung entwickeln könnte.

Meinung:
Ich habe mich wahnsinnig über den Spin-Off gefreut. Die Hauptreihe habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Das Ende war zwar sehr schön, aber ich wusste auch gleichzeitig, dass es nun vorbei ist. Zum Glück habe ich mich getäuscht, denn es gab noch diese wundervolle Geschichte über Liora. Ich hab auch bei dieser Geschichte wieder von Anfang bis Ende total mit gefiebert. ♥

Die ganze Aufmachung des Buches ist auch wieder einfach der Wahnsinn. Neben dem wunderschönen Cover gibt es innerhalb des Buches noch einige Zeichnungen von den Situationen gezeichnet von Melis Art. Ich mag ihre Zeichnungen so unglaublich gerne und ich fand es hat dem Buch noch das besondere Etwas gegeben.
Zum Schreibstil von Jennifer Wolf brauche ich eigentlich nicht mehr so viel sagen außer, dass ich ihn genial finde ♥
Die ganze Art und Weise wie sie etwas beschreibt, aber auch wie sie bestimmte Situationen aufbauen lässt finde ich unglaublich toll. Ich war schon oft sehr überrascht gewesen wie auf einmal eine harmlose Situation innerhalb weniger Seiten richtig dramatisch geworden ist.

Wie schon in "Tagwind" steht gerade die Familie wieder an erster Stelle. Und im Hause Tagwind ganz besonders. Yannis und Sol sind wirklich großartige Väter. Besonders die Beziehung zwischen Sol und Liora fand ich so schön ♥
Liora hat mir als Charakterin recht gut gefallen. Ich mag vor allem ihrer Art wie sie mit engeren Freunden und Familienmitglieder umgeht. Gerade das freundschaftliche Verhältnis zwischen ihr und Niklas fand ich besonders schön. Die beiden haben mich damit total an Ilea und Yannis erinnert ♥
Auch als Patentante fand ich sie so liebenswert. Ich fand es richtig schade, dass es nicht ihr eigenes Kind ist. Ich fand sie ist viel liebevoller mit dem Kind umgegangen als die eigene Mutter. 
Dass sie eine sehr liebenswerte Person ist merkt man aber schon ganz am Anfang des Buches. Deshalb hat es mir total das Herz gebrochen, dass Mercur ihr einige schwammige Andeutungen gemacht hat und anschließend doch eine andere Frau geheiratet hat.


Mit Mercur hatte ich allgemein ein paar Schwierigkeiten. Dadurch, dass ich den Spin-Off direkt nach dem vierten Band gelesen habe, konnte ich mir Mercur so schwer als Erwachsenen vorstellen. Immer wieder hatte ich das Bild von Mercur als Kleinkind vor Augen wie er Yannis hinter her läuft. Das Ganze habe ich aber dann irgendwie in den Griff bekommen und danach konnte ich Mercur auch wieder ernst nehmen. Er hat zwar einige Entscheidungen getroffen, die er besser nochmal überdacht hätte, aber gleichzeitig hat es auch gezeigt, dass es im Leben nicht immer den einfachen Weg gibt und manche Entscheidungen einfach so getroffen werden müssen.


Neben der Geschichte um Mercus und Liora gab es für mich noch weitere sehr traurige Momente in diesem Teil. Unter anderem gehört das Ableben von Nanny, Ileas Großmutter dazu. Ich hab sie so sehr gemocht und war sehr traurig darüber, dass sie gestorben ist. Es war zwar abzusehen, aber trotzdem hätte ich Nanny als Charakterin noch weiter mit dabei gehabt. Vielleicht als Tier, welches Sol immer ärgert. Wenn schon nicht als Mensch :D

Dafür sind aber neue Charaktere hinzu gekommen und ich wünschte es würde noch ganz viele Spin-Off Bände geben. ♥

Samstag, 31. März 2018

[Buchreview] Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten

Titel: Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy, Romantik, Märchen
Verlag: Carlsen/ Im.Press
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 288
Preis: 7,99€ Taschenbuch, 3,99 E-Book

Zusammenfassung:
Nachdem Sol auf der Erde zurück geblieben ist und Ilea seinen Platz als Sommergöttin eingenommen hat geht der normale Alltag weiter. Yannis Tagwind hat zwar große Sehnsucht nach seiner besten Freundin, aber trotzdem verkriecht er sich nicht, sondern geht seinen Weg. Etwas ist ihm ja von Ilea geblieben, nämlich ihre Tochter Liora, die bei Sol lebt. Doch jedes Mal wenn er auf Sol trifft, hat er dieses Kribbeln im Bauch. Was ihn sehr viele negative Gedanken beschert. Auch, wenn er sich mehr als sicher ist, dass er in Sol verliebt ist, darf er diese Gefühle doch nicht haben. Nicht nur, dass es in Hemera sowieso nicht angesehen ist, dass eine unfruchtbare Beziehung existiert, auch der Gedanke, dass er damit die Göttin Gaia verärgert, hält ihn davon ab Sol auch nur irgendwas zu gestehen.
Doch Caleb durchschaut Yannis sehr schnell und möchte gerne mit ihm darüber reden, denn er glaubt, dass Jemand ganz besonderes auch die gleichen Gefühle wie Yannis hegt.

Meinung:
Ich liebe die Jahreszeiten-Reihe allgemein ♥
Der vierte Band ist aber nochmal was ganz besonderes. Ich finde es so toll, dass Jennifer Wolf eine gleichgeschlechtliche Liebe in ihrer Geschichte eingebaut hat. Auch die Art und Weise wie sie das Ganze umgesetzt hat, hat mir so gut gefallen. Gerade kurz vorm Ende als auch nochmal die Göttin Gaia auftaucht war eines der besonders schönen Momente. Die Worte die sie gewählt hat regen sehr zum nach denken an.
Sollte ich eine Beziehung unter gleichgeschlechtlichen nicht schon vorher toleriert haben, dann definitiv nach den Worten von Gaia. Da ich das nicht komplett zitieren möchte, gebe ich euch mal die Seitenzahl an und zwar fängt es auf S.273 sehr weit unten an und geht bis Mitte S.275. Ich fand die Worte einfach sehr Herz erwärmend und damit trifft sie auch voll ins Schwarze.
Aber nicht nur die schönen Worte haben mir gefallen, sondern auch die Art und Weise wie die Bewohner von Hemera auf die Beziehung von Yannis und Sol reagiert haben. Irgendwie war es wie ein Spiegel von unserer Welt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele so distanziert sein würden wie die Leute in Hemera.
Yannis' Mutter hat mir deswegen noch mal besonders gut gefallen. Ich fand es so schön, dass sie zu ihrem Sohn gehalten hat und ihn sogar sehr motiviert hat mit Sol darüber zu reden. ♥
Wo wir gerade schon bei der Familie Tagwind sind. Ich habe diesen chaotischen Haufen geliebt. Das Familienverhältnis ist so toll und ich fand es so putzig wie die kleineren Kinder immer mit Yannis spielen wollten oder einfach nur in seiner Nähe sein wollten. Yannis kann aber auch so gut mit Kindern umgehen.
Auch seine Schwerster Nanessa hat mich des öfteren sehr von sich überzeugt, gerade zum Ende hin, wo sie ihren Freund abgeschossen hat, nachdem sie erfahren hat wie er wirklich tickt. Damit hat sie viel mehr zu ihrem Bruder und ihrer Familie gehalten und das fand ich sehr bewundernswert ♥

Wo wir gerade bei bewundernswert sind. Nanny ist einer meiner Lieblingscharaktere und ich hab sie in diesem Teil so oft gefeiert und bewundert. So ziemlich am Anfang des Buches sagt sie zu Yannis "Und Männer sind in Herzensangelegenheiten oft sehr schwer von Begriff. Was eine Beziehung zwischen zwei Männern im Grunde unmöglich machen sollte" (S.40) Ich musste da so schmunzeln, da Yannis das einfach mal überhaupt nicht kapiert hat und ich sofort wusste, dass Nanny Bescheid weiß. Aber nicht nur Nanny wusste es so früh. Auch Caleb hat es sehr früh verstanden und er hat Yannis einfach mal fragt, ob er auf Männer steht. Ich finde Caleb ja auch so toll, gerade weil man sooft die Charakterzüge von Jesin wieder erkennt. So eine direkte Frage ist einfach so typisch Jesin. Aber auch dumme Kommentare Sol Gegenüber, die auch eine große Andeutung beinhalten, sind so typisch Jesin. Den genialsten Kommentare findet ihr auf S.94. Das Gespräch zwischen Caleb und Sol ist so amüsant.

Ich hab noch eine Sache, die ich inhaltlich ziemlich toll fand und dann gehe ich nochmal vom Inhalt weg. Sonst verrate ich euch zu viel und nehme euch den ganzen Spaß. Ich glaube ich habe so schon viel zu viel verraten.
Mit Band 1 war Nevis schon immer mein Lieblingscharakter, was er auch im vierten Teil, obwohl er gar nicht anwesend war, wieder bewiesen hat. Die Geschichte spielt insgesamt in 3 Jahreszeiten. Angefangen mit dem Herbst geht es zum Winter und am Ende noch ein bisschen in den Frühling.
Und der Winter ist das Entscheidene, den Nevis hat sich ganz schön oft ein paar Späße mit Sol erlaubt. Entweder hat er eine volle Ladung Schneesturm um den Kopf geschleudert bekommen oder es hat nur über ihn geschneit oder gehagelt und das in so tollen Momenten. Ich musste dabei sooft schmunzeln. Ach Nevis ist einfach toll ♥

Wobei ich von Band zu Band eigentlich immer mehr Charaktere lieb gewonnen habe. Deswegen bin ich auch ein bisschen traurig, dass die Reihe eigentlich vorbei ist. Aber Jennifer Wolf hat noch ein paar Spin-Offs für uns auf die ich mich sehr freue. Göttertochter wartet schon auf meinen Kindle und wird sicherlich im nächsten Monat direkt gelesen. Ich freue mich schon sehr darauf. Jennifer Wolf zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren und das hat sie allein nur wegen der Jahreszeitenreihe geschafft. Ich freue mich auf jedes weitere Werk von ihr und deswegen muss ich auch unbedingt bald mal Starfall lesen. Das wartet auch noch auf meinem Kindle.

Ganz besonders mag ich an ihr ihren Schreibstil, dass er so locker, leicht und oft auch sehr amüsant ist. Sie baut sooft so tolle Szenen ein, wo man nicht anders kann als zu schmunzeln. Gerade mit den verschiedenen Jahreszeiten spielt sie so viel rum und bringt Sprüche, wo ich mich echt weg lachen musste. Zum Beispiel als Sol etwas von Nevis mit Schnee geärgert wurde kam folgende Aussage: "Was freue ich mich auf Aviv! Der schmeißt nur mit Blumen. (S.183). Allein mit solchen Kleinigkeiten hat sie mich überzeugt, aber das ist natürlich nicht alles.
Sie kann wahnsinnig gut eine Geschichte ganz locker und friedlich verlaufen lassen und von jetzt auf gleich baut sie so viel Spannung auf, die meistens noch etwas dramatisches beinhaltet. Obwohl es in den anderen drei Bänden genauso war, bin ich jedes Mal darauf rein gefallen und war plötzlich total unter Spannung und konnte gar nicht fassen, was gerade passiert ist. Und obwohl ich mir jetzt sage beim nächsten Mal passiert dir das nicht, werde ich mich wieder von dem friedlichen Verlauf zu Beginn der Geschichte einlullen lassen und wieder völlig erstaunt sein, wenn plötzlich etwas dramatisches passiert.
Aber gerade das finde ich so großartig an ihr ♥